
Warum es Bike-Compass gibt
Die Idee entstand nicht am Reißbrett, sondern bei der Suche nach einem E-Bike für meine Frau – und an einem Fahrradladen an der Autobahn.
Bike-Compass ist nicht in einem Konferenzraum entstanden, sondern aus einem ganz konkreten Ärgernis heraus. Hier ist die Geschichte dahinter – ehrlich erzählt.
Ein E-Bike für meine Frau
Angefangen hat alles, als ich für meine Frau ein neues E-Bike gesucht habe. Parallel schaute ich auch für mich. Was folgte, war ein Marathon durch Dutzende Onlineshops: jeder anders aufgebaut, jeder mit anderen Angaben – und richtig vergleichen ließ sich das Ganze eigentlich gar nicht.
Ich wollte im Grunde nur eine simple Sache: alle Bikes mit einem Bosch Performance Line CX (BDU384Y, max. 120 Nm) und einem Fox-Performance-Fahrwerk auf einen Blick. Nach konkreten Bauteilen filtern. Klingt banal – aber kein einziger Shop konnte mir das bieten. Man konnte nach Preis und Marke sortieren, aber nicht nach dem, was ein Rad technisch wirklich ausmacht.
Als Entwickler baut man sich, was fehlt
Ich arbeite seit vielen Jahren in der Software-Entwicklung. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich dachte: Dann baue ich mir diese Übersicht eben selbst. Ich band die ersten Shops an, reicherte die Produktdaten mit technischen Spezifikationen an und brachte die vielen unterschiedlichen Schreibweisen der Hersteller auf eine einheitliche, saubere Form. Und dann baute ich weiter. Und weiter.
Ein Laden an der Autobahn
Der Wendepunkt kam auf einer Autofahrt. Ich war auf dem Weg zum Sommerfest meiner Arbeit nach Frankfurt, als ich bei Limburg einen E-Bike-Store direkt an der Autobahn sah. In diesem Moment fing etwas an, in mir zu arbeiten: In diesem Laden stehen bestimmt großartige Räder – aber online findet die kein Mensch.
Bis dahin war Bike-Compass für mich eine reine Vergleichs-Suchmaschine. Ab diesem Moment wurde eine zweite Frage wichtiger als alles andere: Wie verbinde ich diese Plattform mit den lokalen Händlern?
Das perfekte Rad steht 15 Kilometer entfernt
Je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde das Bild. In den Läden der Region stehen unglaublich viele Räder. Aber niemand fährt heute noch alle Geschäfte ab. Man geht zum großen Händler mit der riesigen Auswahl – oder bestellt gleich online.
Dabei steht das gesuchte Rad vielleicht nur 15 Kilometer entfernt im Schaufenster, und keiner weiß davon. Der Händler wiederum hofft jeden Tag, dass genau die passende Person zufällig zur Tür hereinkommt. Zwei Seiten, die perfekt zueinander passen würden – und sich trotzdem nicht finden.
Sichtbarkeit – ohne eigenen Onlineshop
Viele dieser Läden haben weder das Budget noch die Zeit, einen eigenen Onlineshop zu betreiben oder sich mit Suchmaschinen-Optimierung zu beschäftigen. Beides kostet Geld und Aufwand, den ein Fachgeschäft im Alltag selten übrig hat. Also bleiben sie online unsichtbar – obwohl ihr Sortiment und ihre Beratung stark sind.
Genau hier setzt Bike-Compass an. Nutzer recherchieren bei uns unabhängig und bis ins technische Detail, welches Rad zu ihnen passt – und finden den passenden Fachhändler in ihrer Nähe gleich dazu. Der Händler bekommt regionale Online-Sichtbarkeit, ohne selbst zum Online-Experten werden zu müssen. Für beide Seiten entsteht ein echter Gewinn.
Der Eintrag im Händlerverzeichnis ist und bleibt kostenlos. Wer als Händler zusätzlich einen konkreten Bestand – also ein bestimmtes Modell in Größe, Farbe und Preis – als „vor Ort verfügbar“ zeigen möchte, kann das später über ein Premium-Angebot tun. Der Grundnutzen aber gehört allen.
Wer dahintersteht
Hinter Bike-Compass steht kein großer Konzern, sondern eine Person mit einer Idee: Andreas Prautzsch, Software-Entwickler aus der Region Altenkirchen–Westerwald. Die Plattform wächst Schritt für Schritt weiter – mit dem Anspruch, die Fahrrad-Suche ehrlich, vergleichbar und lokal nützlich zu machen.
Wofür Bike-Compass steht
- Unabhängige, technische Kaufberatung statt Marketing-Floskeln
- Strukturierte Bike-Daten – vergleichbar bis auf Bauteil-Ebene
- Den lokalen Fachhandel online sichtbar machen
- Ehrlich bleiben: online finden, vor Ort ansehen und probefahren
